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Investitionen für die Menschen und den Wirtschaftsstandort

Die ASFINAG investiert in das Autobahnen- und Schnellstraßennetz jedes Jahr bis zu eine Milliarde Euro, 2018 waren es rund 935 Millionen Euro.

Eine Entlastung von Wohngebieten, eine bessere Erschließung von Regionen und auch mehr Kapazitäten dort, wo sie notwendig sind: Die Investitionen in die Infrastruktur sollen den Menschen und der Wirtschaft in Österreich nützen. Zahlreiche große Projekte wurden im Vorjahr mit diesen Zielrichtungen gestartet, darunter in Linz zwei zusätzliche Brücken zur Voestbrücke an der A 7 Mühlkreis Autobahn, die Umfahrung Drasenhofen als Verlängerung der A 5 Nord Autobahn und auch die zweite Röhre des Karawankentunnels an der A 11 Karawanken Autobahn in Kärnten.

Abgeschlossen ist der dreispurige Ausbau der A 1 West Autobahn von Matzleinsdorf bis Pöchlarn, womit diese zwischen Steinhäusl vor Wien und dem Voralpenkreuz in Oberösterreich durchgehend verbreitert ist.

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Wir haben 2018 zu gleichen Teilen in neue Strecken und in die Erhaltung unseres Netzes investiert. Damit garantieren wir eine langlebige Infrastruktur und sorgen dafür, dass der Verkehr nicht mehr durch Städte und Gemeinden, sondern auf sicheren Autobahnen- und Schnellstraßen rollt. Zudem waren die Tunnelsicherheit und der Tunnelausbau wieder wesentliche Schwerpunkte für die ASFINAG.

Dr. Josef Fiala und Mag. Hartwig Hufnagl

Vorstand der ASFINAG

Startschuss für den neuen Karawankentunnel

Das Ende für den Gegenverkehr in einer Tunnelröhre und die sommerlichen Staus bringt der Vollausbau des Karawankentunnels auf der A 11 Karawanken Autobahn. Der offizielle Start für den Neubau der zweiten Röhre erfolgte mit einem feierlichen Tunnelanschlag am 18. September 2018. Der Ausbau dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Österreich und Slowenien wird von der EU kofinanziert. In den kommenden fünf Jahren wird von beiden Seiten aus die fast acht Kilometer lange zweite Tunnelröhre aus dem Bergmassiv herausgebrochen.

Der Tunneldurchschlag soll 2022 erfolgen, im Anschluss folgen der Innenausbau und die Ausstattung mit modernsten Sicherheitseinrichtungen. Die Verkehrsfreigabe der Neubauröhre ist für Frühjahr 2024 vorgesehen, im Anschluss erfolgt bis 2026 die Generalsanierung der bestehenden Tunnelröhre.

Die beauftragten Bauunternehmen, unsere Dienstleister und wir arbeiten seit dem Start im 24-Stunden-Betrieb, um diese wichtige Verkehrsverbindung 2024 fertigstellen zu können. 2026 werden wir dann zwei moderne Tunnelröhren haben, welche die höchstmögliche Sicherheit für alle garantieren.

DI (FH) Andreas Karlbauer

Projektleiter Neubau, ASFINAG Bau Management GmbH

Großprojekte: ein neuer Fokus auf Linz

Eine deutliche Verbesserung für den Verkehr wird die angelaufene Erweiterung der Voestbrücke an der A 7 Mühlkreis Autobahn bringen. Die täglich 100.000 Lenkerinnen und Lenker werden die Donau künftig auch über vier zusätzliche Fahrspuren queren – auf den beiden neuen Bypassbrücken links und rechts der Hauptbrücke. Mit Fertigstellung der beiden neuen Brücken wird Letztere ab 2020 nur noch vom Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel und der A 1 West Autobahn genutzt.

Für die westlich der Landeshauptstadt geplante A 26 Linzer Autobahn hat die ASFINAG im September den Bauauftrag vergeben. Eine österreich-italienische Arbeitsgemeinschaft errichtet den ersten Abschnitt, und zwar die Hängebrücke mit den Anschlussstellen auf beiden Ufern der Donau.

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Wir setzen in Linz zwei der wichtigsten und komplexesten Autobahnprojekte in ganz Österreich um. Unsere Ziele für die Menschen in der Landeshauptstadt und die Tausenden Kundinnen und Kunden aus dem Einzugsgebiet sind weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit, insbesondere bei der Fahrt über die Donau.

DI Martin Pöcheim

Gruppenleiter Oberösterreich, ASFINAG Bau Management GmbH

Das Weinviertel rückt näher an Wien und St. Pölten

Die fünf Kilometer lange Umfahrung Drasenhofen – sie ist die Verlängerung der A 5 Nord Autobahn Richtung Staatsgrenze – wird die Menschen dieser Region vom Durchzugsverkehr entlasten. Der Baubeginn erfolgte im April 2018, bereits im September 2019 ist die Verkehrsfreigabe vorgesehen. Noch bis 2020 wird weiter westlich an der S 3 Weinviertler Schnellstraße zwischen Hollabrunn und Guntersdorf gebaut.

Der neue Abschnitt der S 3 entlastet die stark befahrene B 303 und bringt durch die optimale Verbindung nach Wien oder St. Pölten künftig kürzere Wege für Pendlerinnen und Pendler.

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Beide Projekte sind wichtige Vorhaben für die Menschen im Weinviertel. Wir verfolgen damit zentrale Ziele: die Verbindung von Wirtschaftsräumen, weniger Durchzugsverkehr und mehr Verkehrssicherheit.

DI Arno Piko

Abteilungsleiter ASFINAG Bau Management GmbH

Grünes Licht für die S 1 und den Lobautunnel

Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen: Eine positive Entscheidung durch das Bundesverwaltungsgericht gab es für die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße mit dem Lobautunnel. Das UVP-Verfahren für die Strecke von Schwechat bis Süßenbrunn dauerte knapp zehn Jahre. Dieser letzte noch fehlende Abschnitt der Umfahrung der Bundeshauptstadt wird die A 23 Autobahn Südosttangente Wien, das Marchfeld und den 22.

Wiener Gemeindebezirk stark vom Verkehr entlasten. Einen positiven UVP-Bescheid gab es im Vorjahr auch für die fünf Kilometer lange Verbindung der S 1 zu den nahen Stadtentwicklungsgebieten, die Spange Seestadt Aspern.

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Für das UVP-Verfahren der S 1 mit dem Lobautunnel haben wir einen langen Atem gebraucht. Umso erfreulicher ist es daher, dass uns auch das Bundesverwaltungsgericht am Schluss den optimalen Schutz von Mensch und Natur bestätigt hat. Wie andere Großstädte braucht auch Wien einen leistungsfähigen Umfahrungsring, der den Verkehr verteilt. 2018 sind wir der Umsetzung des letzten Abschnitts ein ganz großes Stück näher gekommen.

DI Alexander Walcher

Geschäftsführer ASFINAG Bau Management GmbH

Neubau der Hochstraße Inzersdorf als Best-Practice-Baustelle

Fünf Monate früher als geplant hat die ASFINAG 2018 die Hochstraße Inzersdorf auf der A 23 Autobahn Südosttangente Wien für den Verkehr freigegeben. Der Neubau kann als Best-Practice-Baustelle gesehen werden: Die rund vier Kilometer lange Hochstraße wurde unter laufendem Verkehr und nahezu staufrei gebaut.

Das Gesamtprojekt dauerte acht Jahre und umfasste vier große Bauabschnitte. Die bis zu fünf Meter hohe neue Lärmschutzwand schützt 4.500 direkte Anrainerinnen und Anrainer vor dem Verkehrslärm.

Die Bauarbeiten zur neuen Hochstraße Inzersdorf sind sehr erfolgreich verlaufen. Das verdanken wir auch der großen Disziplin der Autofahrerinnen und Autofahrer. Dieses Projekt war mit Sicherheit eines der größten und komplexesten der vergangenen Jahre.

DIin Brigitte Müllneritsch

Clusterleiterin Wien, ASFINAG Bau Management

Traffic Manager sind im Großraum Linz im Einsatz

Nach dem erfolgreichen Wiener Vorbild sind seit April 2018 ASFINAG Traffic Manager auch auf mehr als 100 Autobahnkilometer in Linz und Umgebung unterwegs. Im oberösterreichischen Zentralraum steigen die Verkehrszahlen stetig, umso mehr ist ein rasches Eingreifen bei verkehrsbehindernden Ereignissen gefragt. Die Traffic Manager leisten den Blaulichtorganisationen professionelle Unterstützung – etwa indem sie Unfall- oder Pannenautos rasch absichern oder den Verkehr an Behinderungen vorbeileiten. Das verhindert Staus bzw. hält sie in einem erträglichen Rahmen.

Das Betreuungsgebiet erstreckt sich auf die A 1 West Autobahn, die A 7 Mühlkreis Autobahn, die A 8 Innkreis Autobahn und A 25 Welser Autobahn. Das zwölfköpfige Team ist in der modernen Verkehrsmanagementzentrale Wels stationiert.

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