Ziele

Die ASFINAG zählt zu den wichtigsten Infrastrukturanbietern Österreichs. Das Unternehmen betreibt, erhält, erweitert und bemautet 2.223 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen und ermöglicht für jede Einzelne und jeden Einzelnen individuelle Mobilität. Fast 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für gut ausgebaute, bestens servicierte Straßen und höchste Verkehrssicherheit. Dafür investiert die ASFINAG jährlich rund eine Milliarde Euro und ist damit ein verlässlicher Partner nicht nur für ihre Kundinnen und Kunden, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. Dabei wirtschaftet die ASFINAG ausschließlich mit den Einnahmen aus Maut und Vignette und erhält keine Mittel aus dem Staatsbudget.

Zukunft aktiv gestalten: Neuausrichtung der ASFINAG Strategie

Dank konsequenter Weiterentwicklung hat die ASFINAG ihr strategisches „Ziel 2020“ der letzten Jahre – zu den führenden Autobahnbetreibern Europas zu zählen – erreicht. Im Jahr 2017 wurde daher ein neuer Strategieprozess gestartet – Zielhorizont: 2025 und darüber hinaus. Besonders im Fokus stehen dabei die Kundinnen und Kunden, also alle Nutzerinnen und Nutzer des ASFINAG Straßennetzes. Die Absicherung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit mit stabilen Finanzen, die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, Innovation und Vielfalt bleiben zentrale Unternehmensziele.

Unverändert bleiben auch Betrieb, Bau und Maut als Kernkompetenzen. Das bringt auch die neue und 2017 vereinfachte Unternehmensmission für die kommenden Jahre klar zum Ausdruck: „Die ASFINAG sorgt für eine sichere und verlässliche Mobilität auf Österreichs Autobahnen.“

Rasant ändern sich hingegen gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen, geprägt durch Trends wie Digitalisierung, veränderte Mobilitätsbedürfnisse und alternative Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund wird die ASFINAG ihre Strategie entsprechend ausrichten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, die von Vertrauen, Kommunikation und Wertschätzung geprägt ist. Das 2017 gestartete ASFINAG Diversity-Programm – u. a. mit Home-Office, einer Lehrlings- und Karenz-Offensive und Gender-Schwerpunkten – wird ausgeweitet.

E-Mobilität und erneuerbare Energie:
2017 wurde der Grundstein für den flächendeckenden Ausbau der E-Mobilität auf dem ASFINAG Netz gelegt. Ein top Angebot an modernen Ladestationen ermöglicht bald noch umweltfreundlichere Mobilität. E-Fahrzeuge sind und werden ein wichtiger Bestandteil des ASFINAG Fuhrparks sein. Die ASFINAG unterstützt in den kommenden Jahren die Umstellung auf alternative Antriebssysteme und forciert auch beim eigenen Energieverbrauch immer stärker erneuerbare Energiequellen.

Verkehrssicherheit als Teamwork:
Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen zählen zu den sichersten Europas. Die Unfallzahlen pendelten sich nach starken Rückgängen auf konstant niedrigem Niveau ein. Das zeigt auch, dass die ASFINAG mit ihren Verkehrssicherheitsmaßnahmen allein an ihre Grenzen stößt. In Zukunft wird eine noch stärkere Kooperation aller Beteiligten – Infrastrukturbetreiber und Lenkerinnen und Lenker – erforderlich sein, um die gesetzten Verkehrssicherheitsziele zu erreichen. Dies wird bei der Erstellung des neuen ASFINAG Verkehrssicherheitsprogramms 2020+ berücksichtigt.

Vernetzte Verkehrsträger:
Das Mobilitätsbedürfnis steigt, das belegen auch die starken Verkehrszuwächse auf dem ASFINAG Netz. Die besondere Herausforderung besteht künftig darin, den Verkehr trotzdem flüssig zu halten. Das Ziel der ASFINAG ist daher eine immer stärkere Vernetzung mit dem öffentlichen Verkehr.

Digitalisierung:
Die fortschreitende Digitalisierung betrifft auch den Verkehrsträger Autobahn immer stärker und auf ganz unterschiedliche Weise. Mit der höchst erfolgreichen Digitalen Vignette hat die ASFINAG ihren Kundinnen und Kunden 2017 ein innovatives neues Mautprodukt angeboten. Jetzt gilt es, die Digitalisierung zum Nutzen der Kundinnen und Kunden wie des Unternehmens voranzutreiben – bei Planung, Bau, Betrieb, Bestandserhaltung und Verkehrsinfo-Diensten.

Automatisierung:
Beim Innovationsfeld „automatisiertes Fahren“ baut die ASFINAG ihre Position im europäischen Spitzenbereich aus und bietet als innovativer Partner der Fahrzeugindustrie eine einzigartige Testumgebung auf der A 2 Süd Autobahn.

Neue Infrastruktur ermöglichen:
Die Genehmigungsverfahren bei großen Neubauprojekten werden immer komplexer und langwieriger. Das Ziel der ASFINAG im Schulterschluss mit anderen großen Infrastrukturunternehmen: Es braucht umfangreiche demokratische Möglichkeiten für Projektgegnerinnen und Projektgegner sowie strenge Umweltgesetze, aber auch eine Rechtsgrundlage, die annehmbare Entscheidungs- und Umsetzungsfristen und damit Planungssicherheit garantiert.

Als nachhaltiger Autobahnbetreiber wollen wir die Zukunft aktiv gestalten und fördern daher die Umstellung auf alternative Antriebssysteme und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen. Wir stehen auch vor großen Herausforderungen, was die Verkehrsströme von morgen betrifft. Das Mobilitätsbedürfnis steigt stark an und nur gemeinsam mit dem öffentlichen Verkehr kann es gelingen, die Zukunft der Mobilität zum Wohl der Menschen und der Umwelt zu gestalten.

Mag.a KARIN ZIPPERER

ASFINAG Vorstandsdirektorin