Nachhaltigkeit

Im Jahr 2017 konnte die ASFINAG entscheidende Impulse in ihrem Nachhaltigkeitsmanagement setzen und dabei wichtige Erfolge erzielen. So wie beim Nachhaltigkeitsbericht 2016 wurde auch für den Bericht 2017 das Onlineformat gewählt. Der Bericht entspricht den internationalen Berichtstandards und erfüllt das seit 2017 gültige Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG). Im Investorenbereich wurde erstmalig ein „Prime-Rating“ erzielt, womit das ambitionierte Nachhaltigkeitsmanagement der ASFINAG auch von unabhängigen Expertinnen und Experten bestätigt wurde.

Konsolidierter nichtfinanzieller Bericht gemäß § 267a UGB der ASFINAG Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierung-Aktiengesellschaft

Den Nachhaltigkeitsbericht 2017 finden Sie auf der ASFINAG Website unter www.asfinag.at/ueber-uns/verantwortung, die ausführliche Version unter www.nachhaltigkeit-asfinag.at.
Gerne laden wir Sie auch ein, zu unserem Nachhaltigkeitsbericht Feedback zu geben und die wesentlichen Themen mitzubestimmen stakeholder.nachhaltigkeit-asfinag.at
Als direkter Ansprechpartner steht Thomas Steiner, Nachhaltigkeitsbeauftragter der ASFINAG, unter thomas.steiner@asfinag.at bzw. +43 (0) 50105-10300 zur Verfügung.

Großer Erfolg beim CSR-Rating: ASFINAG Nachhaltigkeit „ausgezeichnet“

Die ASFINAG ist ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Unternehmen. Das bescheinigt das renommierteste unabhängige Ratingunternehmen im europäischen Raum – die oekom research, die weltweit jährlich mehr als 6.000 Unternehmen bewertet. Nur etwa 500 bestehen diese Prüfung mit der Auszeichnung „Prime“. Seit Oktober darf sich auch die ASFINAG – als einzige Autobahnbetreiberin weltweit – mit diesem Zertifikat schmücken! Der Erfolg resultiert aus den vielen erfolgreichen Managementinitiativen aller Gesellschaften – von Diversity über Energie- und Umweltmaßnahmen, Personalentwicklung, Einkauf bis hin zu Verkehrs- und Arbeitssicherheit – und zeigt, dass Nachhaltigkeit in der ASFINAG kein Lippenbekenntnis ist, sondern sich immer mehr zu einer Unternehmensphilosophie entwickelt.

Prime

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Umwelt und auch der Wirtschaft bewusst. Das Prime-Rating bescheinigt uns, dass wir dieser Verantwortung auch gerecht werden!

DI ANDREAS FROMM

Abteilungsleiter Technische Koordination, ASFINAG Holding

Barrierefrei auf dem ASFINAG Netz: Etappenplan abgeschlossen

Mobilität ist ein elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. Die möglichst einfache Nutzung der Anlagen und Info-Angebote der ASFINAG gehört daher zum zeitgemäßen Kundenservice. Damit eine konsequente Beobachtung und die laufende Weiterentwicklung der Einrichtungen sichergestellt sind, wurde – dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz entsprechend – ein Etappenplan erarbeitet. Dieser Plan erfüllt zwei zentrale Aufgaben: bereits umgesetzte und noch offene Maßnahmen aufzuzeigen. Im besonderen Fokus sind dabei die ASFINAG Rastplätze. 2017 wurde mit den letzten kleineren Nachbesserungen begonnen. Nicht alle Ideen und Wünsche nach Barrierefreiheit lassen sich derzeit umsetzen. Für die ASFINAG ist es jedoch selbstverständlich, eine Reihe von Alternativen und Maßnahmen zu ergreifen, um den Anforderungen so gut wie möglich zu entsprechen.

Barrierefreiheit ist für uns eine Selbstverständlichkeit! Es muss zur Routine werden, dieses Thema bei allen unseren Planungen und Abläufen mitzudenken. Das gelingt aber nur, wenn jede und jeder Einzelne in ihrem bzw. seinem Bereich für dieses spezielle Thema sensibilisiert ist.

DI THOMAS STEINER

Nachhaltigkeitsbeauftragter ASFINAG Holding

Grüne Energie für den Eigenbedarf

Tunnel sind die größten Energieverbraucher auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Deswegen legt die ASFINAG ein besonderes Augenmerk auf Energieeffizienz und die Gewinnung erneuerbarer Energie. So werden zum einen alle Tunnel sukzessive mit LED-Beleuchtungen ausgestattet, um elektrische Energie einzusparen. Zum anderen wurden 2017 beim Herzogbergtunnel und Kalcherbergtunnel auf der A 2 Süd Autobahn im Bereich der Pack Fotovoltaikanlagen errichtet. 2018 sollen fünf weitere Tunnel einen Teil des Energiebedarfs aus der Kraft der Sonne beziehen.

Als weitere nachhaltige Energiequelle soll zukünftig auch Wasserkraft eingesetzt werden. Die Planungen für ein Pilotprojekt an der S 16 Arlberg Schnellstraße und der S 6 Semmering Schnellstraße wurden 2017 erfolgreich abgeschlossen. Auch die Möglichkeit der Energiegewinnung durch Windkraft wurde durch eine Studie an fünf ausgewählten Standorten erhoben.

Ausgezeichnete Gestaltung

Autobahnen prägen ganz entscheidend den Lebensraum – vor allem jener, die sie täglich beruflich oder privat nutzen oder im Umkreis einer Autobahn wohnen. Auch Urlaubende aus dem Ausland nehmen zuerst – oder oft sogar nur – das „Autobahn-Gesicht“ Österreichs wahr. Deswegen ist ein sorgfältig geplantes Erscheinungsbild der Straße mit zunehmend ästhetischen Elementen besonders wichtig.

Auch der Bund bekennt sich zu seiner Verantwortung für die österreichische Baukultur und veröffentlichte 2017 die neuen baukulturellen Leitlinien.

Darin enthalten sind beispielsweise der verstärkte Einsatz von Architekturwettbewerben, die Implementierung von Gestaltungsbeiräten, die Berücksichtigung der Prinzipien der Barrierefreiheit sowie die sparsame und qualitätsvolle Entwicklung von Flächen.

Zur Erarbeitung der Leitlinie wurde auch die ASFINAG zur Mitwirkung am Beteiligungsprozess eingeladen. Die nun beschlossenen Leitlinien zeigen erfreulicherweise, dass die ASFINAG mit ihrer bereits seit 2010 laufenden Gestaltungsinitiative diese Vorgaben in ihren Instrumentarien verankert hat und damit zur Gänze erfüllt.

Weitere Informationen

Beschaffung: Nachhaltigkeitskriterien erweitert

Seit September 2015 ist bei allen Ausschreibungen von Bauleistungen mit Schätzkosten über einer Million Euro das Bestbieterprinzip anzuwenden. Bei der Beschaffung werden neben dem Preis auch nachhaltige Aspekte berücksichtigt und mit bis zu zehn Prozent gewichtet. 2017 wurde der Qualitätskatalog von 18 auf insgesamt 31 Kriterien erweitert – wie beispielsweise die Erhöhung des Beschäftigungsanteils von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über 50 Jahren sowie von Lehrlingen, die Verringerung der Transportkilometer und die CO2-Neutralität bei der Stahlherstellung. Damit wird der Anreiz, nachhaltige Aspekte beim Angebot zu berücksichtigen, für Bietende verstärkt. 2017 wurden bereits 151 Verfahren mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro mit dem neuen Kriterienkatalog ausgeschrieben und sehr positiv von den Lieferanten angenommen.

„emobility@asfinag“: Vergabe von Dienstleistungskonzessionen

Die ASFINAG bekennt sich zum aktiven Klimaschutz und zur Dekarbonisierung, die durch den Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien erreicht wird. Das klare Ziel: Reduktion der Treibhausgase.

Im August 2017 schrieb die ASFINAG für drei Regionen Dienstleistungskonzessionen für die Errichtung und den Betrieb von Ladestationen aus. Bis Herbst 2018 werden sieben Raststationen mit Elektroladeinfrastruktur ausgerüstet.

Die Ladestationen werden über mindestens vier Ladepunkte verfügen und es werden alle gängigen Steckertypen angeboten. Auf dem Weg zu einem CO2-neutralen (treibhausgasneutralen) Verkehr leistet die ASFINAG somit einen Anschub, indem die Netzanschlüsse auf den Raststationen auf eigene Kosten hergestellt werden.

2017 ist eine erhebliche Dynamik am E-Mobility-Markt entstanden. Das wird sich in den Folgejahren noch verstärken. Wir planen, 2018 und 2019 mit unseren Partnern rund 20 Standorte mit High-Power-Charging-Stationen auf unserem Netz auszustatten. Damit stellen wir für die steigende Zahl von Kundinnen und Kunden netzabdeckend eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur zur Verfügung.

Dr. HUBERT RESCH

Geschäftsführer ASFINAG European Toll Service GmbH