MITARBEITER­INNEN UND MITARBEITER

Mit fast 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die ASFINAG einer der großen Arbeitgeber in Österreich. Jede und jeder Einzelne tragen wesentlich dazu bei, dass die ASFINAG ihre Aufgabe erfüllen und den Kundinnen und Kunden eine sichere Infrastruktur zur Verfügung stellen kann. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber entwickelt die ASFINAG daher auch die Rahmenbedingungen für alle Beschäftigten entsprechend den Anforderungen weiter, etwa durch flexible Arbeitsmodelle wie „Home Office“, einem Karenzmanagement und einer Gesundheitsinitiative.

Home-Office bringt mehr Flexibilität

Nicht nur die Arbeitswelt und die Anforderungen an die Mitarbeitenden ändern sich stetig, auch die Lebensumstände der Beschäftigten erfordern flexiblere Modelle des Arbeitseinsatzes. Mit der Möglichkeit, einen Arbeitstag im Home-Office, also zu Hause, zu verbringen, kommt die ASFINAG dieser Entwicklung nach.

Das Pilotprojekt wurde 2017 mit 41 Personen gestartet und Ende des Jahres sowohl durch die Beschäftigten selbst als auch durch deren Führungskräfte evaluiert. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die Rahmenbedingungen so weiterentwickelt, dass eine Betriebsvereinbarung verhandelt wurde, damit mit Jänner 2018 ein unternehmensweites Rollout erfolgen konnte.

Die ASFINAG ist ein attraktiver Arbeitgeber und soll das auch in Zukunft sein. Deswegen achten wir besonders auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und entwickeln ständig neue oder bestehende Angebote wie Home Office und das Karenzmanagement weiter.

Dr. KLAUS SCHIERHACKL

Vorstandsdirektor ASFINAG

Home Office ist eine klare Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die Beschäftigten sind flexibler in der Arbeitszeiteinteilung und können sich die verfügbaren Zeiten betrieblich und privat besser einteilen. Zusätzlich wirkt das Vertrauen des Arbeitgebers positiv auf die Produktivität.

Mag.a Martina Hacker

Abteilungsleiterin Human Resources, ASFINAG Holding

Ausbildung für Jugendliche in fünf Berufen

Die ASFINAG hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 ein Prozent aller Mitarbeitenden als Lehrlinge auszubilden. Um am Puls der Zeit zu bleiben, wurde im Jahr 2017 zusätzlich zu den bereits vorhandenen Lehrberufen ein fünfter zukunftssicherer Beruf eingeführt. Derzeit absolvieren 17 Lehrlinge ihre Ausbildung bei der ASFINAG, und zwar in den Berufen Bürokauffrau/-mann, IT-Technik und IT-Informatik, Elektrotechnik sowie (neu) Finanz- und Rechnungswesenassistenz.

Um die professionelle Ausbildung und Begleitung der Lehrlinge zu garantieren, war es der ASFINAG wichtig, auch die Fachausbilderinnen und -ausbilder weiterhin zu schulen. Der Schwerpunkt 2017 lag insbesondere auf arbeitsrechtlichen Aspekten und sozialen Kompetenzen.

Wir ermöglichen Jugendlichen, in einem großen und stabilen Unternehmen eine gute Ausbildung zu absolvieren, die auch hervorragende Entwicklungschancen beinhaltet. Unsere Lehrlinge werden so zu den Know-how-Trägerinnen und -Trägern von morgen.

Anna Wallner

Diversity-Managerin Human Resources, ASFINAG Holding

Ein Vorbild in Sachen Unternehmens­kultur

Um die Unternehmenskultur in der ASFINAG nachhaltig weiterzuentwickeln, haben Mitarbeitende und Führungskräfte 2017 in mehreren großen Workshops die bestehende Kultur analysiert und Maßnahmen festgelegt. Die wesentlichen Themen betreffen insbesondere Führungskompetenz, Fehlerkultur, Kommunikationsfluss, Entscheidungen, Anerkennung und richtiges Feedback.

Wir können nur alle gemeinsam die Unternehmenskultur verbessern und weiterentwickeln, daher wollen wir alle Beschäftigten und das gesamte Management für diesen Prozess begeistern. Jede und jeder kann Vorbild sein, damit das gesamte Unternehmen schlussendlich selbst zum Vorbild wird.

Mag.a KARIN ZIPPERER

Vorstandsdirektorin ASFINAG

Eine gute Unternehmenskultur hat viele Gesichter. Das beginnt bei der Fehlerkultur, die eine Lernkultur sein sollte. Ein respektvolles Feedback gehört genauso dazu wie eine klare und verständliche Kommunikation der Entscheidungen.

Ing. STEFAN SIEGELE

Geschäftsführer ASFINAG Alpenstraßen GmbH

Gesunde Mitarbeitende sind das Fundament des Unternehmens

Um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, hat die ASFINAG im Jahr 2017 den Aufbau eines Gesundheitsmanagements in Angriff genommen. Das Ziel ist es, Gesundheitsressourcen aufzubauen und Belastungen zu reduzieren, wobei Gesundheit in aller Vielfalt – also körperlich, psychisch und sozial – betrachtet wird. Erste große Projekte 2017 waren ein „Pausen-Set“, bestehend aus einem Thera-Band mit Übungsanleitungen, eine unternehmensweite, freiwillige Darmkrebsvorsorge und die Anschaffung eines Gesundheitsmobils.

Dieses ermöglicht es, Gesundheitsvorsorge direkt zu den Mitarbeitenden zu bringen, indem alle Standorte in regelmäßigen Abständen besucht werden. Der Bus ist mit speziellen Messgeräten ausgestattet, um unter anderem den Zustand der Bauch- und Rückenmuskulatur, die Form und Funktion der Wirbelsäule oder auch die generelle Beweglichkeit messen zu können. Verantwortlich für die nachhaltige und ganzheitliche Gesundheitsförderung ist das Team Arbeitnehmerschutz.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Herz eines Unternehmens. Auf deren Gesundheit zu achten und entsprechende Förderprogramme anzubieten, gehört dabei auch zum Verantwortungsbereich eines attraktiven Arbeitgebers.

Dr. JOSEF FIALA

Geschäftsführer ASFINAG Service GmbH

Unsere Aufgabe ist es, ein vielfältiges und attraktives Angebot zu entwickeln, das für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter die passende Unterstützung beinhaltet.

Mag. Christoph Weiss

Gesundheitsmanagement, ASFINAG Service GmbH

Beruf und Familie müssen vereinbar sein

Eine Familie zu gründen bringt nicht nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Veränderungen, sondern oft auch für das Unternehmen. Ziel der ASFINAG ist es, die Zufriedenheit der Beschäftigten zu erhöhen und deren Bindung an das Unternehmen zu stärken. Zahlreiche neue Maßnahmen im Karenzmanagement ermöglichen es Müttern und Vätern, Beruf und Familie bestmöglich zu vereinbaren.

So müssen etwa Rückkehrszenario und Kontakthaltemöglichkeiten vor der Karenz verpflichtend geplant sein, der Kündigungs- und Entlassungsschutz in der Elternteilzeit wurde erweitert und auch ein Baby-Paket als Erstunterstützung für Jungfamilien wurde eingeführt.

Die Zeit mit der Familie ist etwas ganz Wichtiges im Leben. Deswegen habe ich auch die Väterkarenz genutzt und bin der ASFINAG und den Kolleginnen und Kollegen auch dankbar, dass das so gelebt wird. So etwas macht für mich ein modernes Unternehmen aus.

DI Martin Zehetner

Projektleiter Bau Management GmbH

Modernste Arbeitsplätze für modernste Technik

Der Einsatz neuester und komplexer Technologien, insbesondere in einem Tunnel, erfordert auch eine ständige Anpassung der „Arbeitsinfrastruktur“. Die ASFINAG hat daher die Verkehrsmanagementzentrale St. Jakob in Tirol umgebaut und erneuert. 2017 konnten die in der Zwischenzeit in die 40 Kilometer entfernte alte Tunnelwarte Imst umgesiedelten 14 Operatoren wieder an ihre modernisierte Arbeitsstätte zurückkehren.

Statt der zuvor 140.000 Datenpunkte laufen in der erneuerten Verkehrsmanagementzentrale jetzt 400.000 Datenpunkte zusammen, die von den Operatoren und dem neuen System bearbeitet beziehungsweise überwacht werden. Damit die neue große Videowall Platz fand, musste der gesamte Raum um 90 Grad gedreht werden.

Die ASFINAG investiert viel in die Sicherheit und vor allem in die Tunnelsicherheit. Die neuesten Technologien kommen zum Einsatz. Da achten wir natürlich auch darauf, dass unsere Systeme und die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend modern und leistungsfähig sind.

DI Dietmar Harbauer

Abteilungsleiter Elektromaschinelle Erhaltung, ASFINAG Alpenstraßen GmbH

Mit Innovationen sicherer unterwegs

Jede noch so kleine Änderung der Wettersituation kann große Auswirkungen auf die Fahrbahnverhältnisse und damit auf die Sicherheit der Kundinnen und Kunden haben. Bewährtes und Neues ermöglichen es den verantwortlichen Mitarbeitenden in den Autobahnmeistereien, die Einsätze zeitgerecht und punktgenau zu planen.

Das neue System „Wetter 2.0“ – die Daten kommen von UBIMET – liefert seit Herbst 2017 Prognosen für 240 sogenannte Mikroklimaabschnitte, inklusive Vorhersagen von Temperatur und Niederschlag (Regen oder Schnee), Schneefallgrenze, Windgeschwindigkeit und Blitzen. Zusätzlich können noch Wetterwarnungen, die ASFINAG Kameras, Baustelleninformationen und aktuelle Verkehrsmeldungen eingeblendet werden.

Wir haben die Bedienoberfläche gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelt, weil diese ja tagtäglich damit arbeiten. Unter anderem ist es jetzt auch möglich, die Grundeinstellungen für jede Autobahnmeisterei anzupassen. So sehen die Mitarbeitenden auf Knopfdruck die für sie wesentliche Wetterprognose.

DI Szilard Polyanyi

Projektleiter Maut Service GmbH