KUNDINNEN UND KUNDEN

2017 stand in der ASFINAG die Kundenorientierung im Fokus. Vom neuen Produkt der Digitalen Vignette über innovative Kommunikationskanäle auf den Rastplätzen und einer klar userorientierten Website bis zur neuen Generation einer Info-Ausstellung – die Palette an neuen Services und Produkten ist groß.

Klicken oder picken: Die Digitale Vignette ist angekommen

2017 hat die ASFINAG ein neues, innovatives Mautprodukt auf den Weg gebracht. 20 Jahre nach Einführung der Vignette in Österreich erweiterte die ASFINAG mit der Digitalen Vignette das Mautangebot um ein zeitgerechtes Produkt. Die Vorteile: kein Kleben oder Kratzen mehr, weil die Digitale Vignette an das Kennzeichen gebunden ist – sie kann von überall und zu jeder Zeit im Mautshop oder online über die ASFINAG App gekauft werden. Die Digitale Vignette ist nicht nur ein großer Servicesprung, sondern hilft auch Besitzerinnen und Besitzern von Wechselkennzeichen, Geld zu sparen, da nur noch eine einzige Digitale Vignette für bis zu drei Fahrzeuge notwendig ist. Das neue Angebot trifft den Nerv der Zeit – jede vierte Jahresvignette wurde bereits in digitaler Form verkauft.

Der moderne Onlineshop ermöglicht zudem erstmals eine Kombinationsmöglichkeit mehrerer Mautprodukte. In nur einem Kaufvorgang können Kundinnen und Kunden zur Vignette auch gleich die Tickets für die Digitale Streckenmaut für etwa Brenner oder Tauern Autobahn buchen.

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Wir haben das Mautangebot mit einer zeitgemäßen Alternative zur Klebevignette erweitert und die Digitale Vignette ist am Markt optimal angekommen. Der Umstieg ist natürlich nicht verpflichtend, die Kundinnen und Kunden haben die Wahl, ob sie weiterhin picken oder eben klicken wollen. Mit der Digitalen Vignette wird es noch einfacher, die Vignette mit einem innovativen Angebot zu kaufen – das ist im Sinne unserer Kundinnen und Kunden ein großer Servicesprung.

Mag.a GABRIELE LUTTER

Geschäftsführerin ASFINAG Maut Service GmbH

Neue ASFINAG Website und Blog: Kundinnen und Kunden im Fokus

Die Website ist die Visitenkarte eines Unternehmens. Auf der 2017 neu gestalteten Website der ASFINAG finden Besucherinnen und Besucher topaktuelle Informationen rund um die Autobahnen und Schnellstraßen im innovativen, modernen Design. Userfreundlichkeit und Barrierefreiheit waren die wichtigsten Kriterien beim Relaunch. Das Ergebnis ist ein zeitgemäßer Onlineauftritt, wo die Kundinnen und Kunden das Gesuchte rasch finden. Zusätzlich erfüllt der neue Internetauftritt alle Ansprüche an moderne Endgeräte.

Mit dem neuen Unternehmens-Blog liefert die ASFINAG auch einen interessanten Einblick in die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche. Dabei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor den Vorhang geholt, die sonst anonym und jeden Tag mit vollem Einsatz für eine gute und sichere Fahrt auf den Autobahnen und Schnellstraßen sorgen.

Bei der neuen Website asfinag.at standen ganz klar die Kundinnen und Kunden und ihre Interessen im Vordergrund. Wie es ein guter Kaufmann bei seiner Auslage macht, haben auch wir die meistgesuchten ASFINAG Services so platziert, dass sie leicht und mit einem Klick auffindbar sind.

Mag.a MICHAELA GOLD

Teamleiterin Online in der Abteilung Marketing und Kommunikation ASFINAG Holding

700.000 Downloads: Die ASFINAG App ist ein Renner

Seit dem Start der Digitalen Vignette spielt die ASFINAG App „Unterwegs“ eine noch prominentere Rolle. Neben den bislang beliebten Features – Zugriff auf mehr als 1.000 Webcams und aktuelle Verkehrsinformationen – verwandelte sich die App zum mobilen Verkaufscenter für Mautprodukte. Und das mit steigender Beliebtheit: Digitale Vignette und Streckenmaut gehen auch immer häufiger über den „App-Verkaufsladen“. Die Downloads stiegen auf 700.000 – durchschnittlich starten monatlich mehr als 300.000 Personen die App.

Dazu beigetragen haben die neue Optik und die Möglichkeit der Personalisierung. Kundinnen und Kunden können ihre Reisezeiten, persönliche Strecken oder Webcam-Favoriten direkt auf der Startseite platzieren. Wichtigste Neuerung ist der Kompagnon. Schon beim Auffahren auf die Autobahn liefert er alle Informationen zur Strecke innerhalb der nächsten 30 Kilometer – und das ohne Eingabe eines definierten Endziels, wie es etwa bei einem Navi-Gerät notwendig ist.

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Die ASFINAG ist verlässlicher Partner, wenn es um Verkehrsinformation und top Services geht. Dabei setzen wir auf modernste Technologien. Ob Reisezeitverlust in Echtzeit auf Handy und Laptop oder der mobile Kauf von Mautprodukten via App: Wir entwickeln die Services für unsere Kundinnen und Kunden ständig weiter. Innovation ist unser Antrieb.

Ing. Mag. BERND DATLER

Geschäftsführer ASFINAG Maut Service GmbH

Mit dem Kompagnon haben wir quasi einen unsichtbaren Beifahrer entwickelt, der die Situation auf der Straße überwacht. Das macht die App noch attraktiver, die sich zum Alleskönner für die Kundinnen und Kunden entwickelt hat. Egal ob Vignette kaufen, Rastplatz suchen oder Infos zur Strecke direkt voraus: Mit der App ist man immer gut informiert unterwegs.

DI (FH) MARTIN NEMEC

App-Entwickler, ASFINAG Maut Service GmbH

Interaktiv und umfassend informiert auf Rastplätzen

Unterwegs jederzeit top informiert: Die ASFINAG hat 2017 auf ihren Rastplätzen mit interaktiven Infoplakaten und LED-Touchscreens zwei neue Projekte auf den Weg gebracht.

Regionale Information und Sicherheitstipps: Täglich nutzen Zehntausende Menschen die 50 Rastplätze der ASFINAG für eine Pause. Die Rastplätze sind damit ein idealer „Treffpunkt“, um den Kundinnen und Kunden nützliche Informationen näherzubringen. 2017 wurden an allen Standorten die sogenannten regionalen Fenster, also Teile der Verglasung der Infrastrukturzeilen, neu beklebt. In Kooperation mit Tourismuspartnern wurden sie so mit regionalen Infos und Sicherheitstipps – vom richtigen Verhalten bei der Fahrt durch einen Tunnel bis hin zur Rettungsgasse – versehen. Die ASFINAG setzt dabei auch auf „Augmented Reality“ (AR+) – Fotos sind mit Videos hinterlegt und werden mithilfe des Mobiltelefons und der ASFINAG App „Unterwegs“ zu „Bewegtbildern“.

Mit nur einer Berührung bekommt man hingegen Echtzeit-Infos bei den neuen LED-Touchscreens. Zehn Rastplätze wurden im vergangenen Jahr damit ausgestattet. Im Zentrum: Verkehrs- oder Baustellenmeldungen, Geisterfahrer- oder Wetterwarnungen in Echtzeit für einen Umkreis von 200 Kilometern. Man erfährt aber auch alles rund um die aktuelle Sicherheitsinitiative „Hallo Leben“ oder die neue Digitale Vignette. Damit die optimale Bedienbarkeit auch für Menschen im Rollstuhl gegeben ist, hat die ASFINAG ein virtuelles Bedienfeld in den unteren Bereich des Monitors integriert. Damit kann wie auf einem großen Mousepad ganz einfach mit den Fingern der obere Monitor bedient werden.

Unsere Rastplätze sind ganz wichtige Kontaktpunkte. Bei den regionalen Fenstern haben wir mit ‚Augmented Reality‘ das klassische Medium Plakat mit digitalen Medien verknüpft. Und unsere Touchscreens liefern neben aktuellen Meldungen von der Strecke auch Infos rund ums Unternehmen. Für unsere Kundinnen und Kunden ist daraus ein echter Mehrwert entstanden.

Mag. CHRISTIAN SPITALER

Abteilungsleiter Marketing und Kommunikation, ASFINAG Holding

Happy? Neues Bewertungs­system für die Pause an der Autobahn

Um die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden besser messbar zu machen, hat die ASFINAG seit Sommer 2017 auf allen 50 Rastplätzen das Kundenbewertungssystem „Happy or not“ installiert. Dieses etwa auch von Flughäfen bekannte System – bestehend aus grünen bis roten Smileys – ermöglicht es, schnell und punktgenau zu reagieren, wenn die Bewertungen negativ werden, etwa durch Anpassung der Reinigungsintervalle. Bis zum Jahresende 2017 hat bereits eine Million aller Rastplatz-Besuchenden eine Wertung abgegeben, wobei 79 Prozent positiv waren.

Die Bewertungen sind erfreulich im grünen Bereich, aber wir sehen natürlich auch Verbesserungsmöglichkeiten. Durch dieses System und die stundenweise Auswertung, die der jeweils zuständige Autobahnmeister erhält, können wir jetzt sofort reagieren und gepflegte Rastmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

HEIMO MAIER FARKAS

Abteilungsleiter Betriebliche Erhaltung der ASFINAG Service GmbH

Neue Info-Ausstellung zur A 26 Linzer Autobahn

Ganz neue Wege der Kommunikation von großen Bauprojekten ging die ASFINAG 2017 mit einer Info-Ausstellung rund um die A 26 Linzer Autobahn. Sie wurde für Interessierte jeden Alters spielerisch und auch für Technikfreundinnen und -freunde ansprechend gestaltet. Im Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz kann man sich so über Planung, Bau und Betrieb der Westumfahrung informieren und auch technische Besonderheiten interaktiv erleben. Vom Tunnel- und Brückenbau bis hin zu Ökologie gibt es spannende Einblicke mit vielen Exponaten. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Hightech-Blickwinkel: Drohneneinsatz in der ASFINAG

Schnelle und unkomplizierte Bauwerksprüfungen ohne Sperren: davon profitieren auch die Lenkerinnen und Lenker. Mit dem Projekt „R2F – Ready to fly“ hat die ASFINAG 2017 dazu erstmalig den Einsatz von Drohnen auf Autobahnen und Schnellstraßen getestet. Eine Frage stand dabei im Mittelpunkt: Kann anhand von Drohnenbildern eine fachmännisch professionelle Prüfung erfolgen und damit die Arbeitssicherheit erhöht werden? Das Ergebnis war überzeugend positiv. Zukünftig kommen vor allem bei schwer zugänglichen Bereichen „fliegende Augen“ als Arbeitsunterstützung zum Einsatz.

Vor allem bei der Zustandsdokumentation von Bauwerken eröffnet uns das Verwenden von Drohnen neue Möglichkeiten. Darüber hinaus bringt die Technologie enorme Vorteile im Sinne der Arbeitssicherheit und wir können mit dieser Art der Prüfung auch Spursperren vermeiden, die wir für die großen Prüffahrzeuge benötigen.

DI CHRISTIAN HONEGER

Abteilungsleiter Asset-Management ASFINAG Service GmbH

Entlastung für Zederhaus an der A 10

Lärmschutz zum Ersten: Nicht direkt Kundinnen und Kunden, aber ganz wichtige Stakeholder der ASFINAG sind die Menschen, die nahe der Autobahn wohnen. Nach knapp vier Jahren Bauzeit wurde im Sommer 2017 die Einhausung der A 10 Tauern Autobahn bei Zederhaus fertiggestellt. Die Strecke führt im engen Lungauer Gebirgstal direkt neben der Gemeinde vorbei und 1.200 Menschen haben daher einen optimalen Lärmschutz für mehr Lebensqualität erhalten. Überschüttet wurde dieser eineinhalb Kilometer lange „Lärmschutz-Tunnel“ – die größte Umweltentlastungsmaßnahme an der Salzburger Tauernstrecke – mit 215.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial, das beim Bau der zweiten Röhre des Tauerntunnels gewonnen wurde. 70 Millionen Euro hat die ASFINAG in nachhaltigen Lärmschutz investiert.

Grinding & Grooving: Forschung für weniger Lärm

Lärmschutz zum Zweiten: Die Technik, mit Sägeblättern wenige Millimeter tiefe Rillen in Längsrichtung in die Fahrbahn zu schneiden, kommt vor allem aus den USA und aus Deutschland. Diese Rillen „schlucken“ Schallwellen und bringen mehr Griffigkeit, auch Wasser kann schneller abfließen. Das in der Fachsprache „Grinding & Grooving“ genannte Verfahren ist ein wichtiges ASFINAG Forschungsthema, vor allem im Hinblick auf Lärmschutz. 2017 wurde im Bereich Steinhäusl an der A 1 ein Abschnitt entsprechend bearbeitet. Auch auf der neuen A 5 Nord Autobahn wird das Verfahren im Rahmen eines österreichisch-deutschen Projekts unter Federführung der ASFINAG getestet.