Wirtschaftlichkeit

Stabile Erträge und verlässliche Investitionen in den Wirtschaftsstandort

Mit einer gesamten Investition von jährlich mehr als einer Milliarde Euro in Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen leistet die ASFINAG einen verlässlichen und nachhaltigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort Österreich. Das Credo: Die ASFINAG baut das, was die Menschen und der Wirtschaftsstandort brauchen, und das, was sich das Unternehmen leisten kann. Denn als rein nutzerfinanziertes Unternehmen achtet die ASFINAG auf einen jederzeit stabilen und nachhaltigen wirtschaftlichen Kurs.

Einige Eckpunkte dieses Kurses:

2016 erwirtschaftete die ASFINAG einen Überschuss von 615 Millionen Euro, erhöhte die Eigenkapitalquote auf rund 28 Prozent. Die ASFINAG achtet auch darauf, dass die Verschuldung innerhalb der Lebensdauer der Infrastruktur rückführbar ist – derzeit liegt dieser Wert bei 17 Jahren.

Erfreulich: Die aktuell positive Wirtschaftsentwicklung in Österreich und Europa zeigt sich auch in einer Zunahme der Fahrleistungen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen um durchschnittlich 3,4 Prozent. Diese Entwicklung zeigt: Gut ausgebaute Autobahnen und Schnellstraßen sind weiterhin unverzichtbar – sowohl für das individuelle Mobilitätsbedürfnis als auch für den Waren- und Güterverkehr.

Ein solides und vor allem sicheres Finanzmanagement ist eine wichtige Basis für Investitionen in die Zukunft. Die Rahmenbedingungen dafür werden stets komplexer – wir nehmen diese Herausforderungen sehr ernst. Als nutzerfinanziertes Unternehmen tragen wir schließlich eine große Verantwortung.

MAG.a Gabriele Csoklich

Abteilungsleiterin Finanzierung und Rechnungswesen ASFINAG Holding, Geschäftsführerin ASFINAG European Toll Service GmbH

Bestbieterprinzip bei Bauvergaben funktioniert und bringt mehr Qualität

Seit September 2015 setzt die ASFINAG bei allen Bauausschreibungen über einer Million Euro auf das Bestbieterprinzip. Die Bilanz Ende 2016 zeigte: Es funktioniert und bringt mehr Qualität, die Bauwirtschaft akzeptiert das neue Vergabesystem und die von uns erarbeiteten Kriterien.

„Bestbieterprinzip“ bedeutet: Entscheidend für einen Zuschlag ist nicht mehr ausschließlich der Preis, wir haben dafür auch 18 Qualitätskriterien definiert. Erfüllt ein Unternehmen eines oder mehrere dieser Kriterien, kann es auch zu einem höheren Preis anbieten. Nach diesem Prinzip wurden 2016 rund 100 Vergabeverfahren im Umfang von 720 Millionen Euro durchgeführt.

Die ASFINAG hat die verschiedenen Qualitätskriterien daher Ende des Jahres auf 31 aufgestockt. Bisher lag ein Fokus auf Bauqualität mit dem Ziel einer langlebigeren Infrastruktur. Künftig haben auch Unternehmen ein Plus, wenn sie ältere Personen und Lehrlinge beschäftigen oder auf eine besonders umweltfreundliche Bauweise setzen.

Mit dem erfolgreichen Einsatz und dem Ausbau des Bestbieterprinzips erreichen wir noch mehr Qualität bei unseren Bauprojekten. Das verlängert die Lebensdauer der Straßeninfrastruktur und verringert den Erhaltungsaufwand – weniger Baustellen im Netz bedeuten auch weniger Behinderungen für die Lenkerinnen und Lenker. Jetzt wollen wir bei unseren Ausschreibungen auch jene Unternehmen belohnen, die Ältere oder Lehrlinge beschäftigen, und auch jene, die hohe Umweltschutzkriterien garantieren.

DI Alois Schedl

Vorstand der ASFINAG

Die zweite Generation des Lkw- und Bus-Maut-Systems kommt

Die zweite Generation des Lkw- und Bus-Maut-Systems kommt

2016 wurden die Weichen für die zweite Generation des Mautsystems für den Schwerverkehr über 3,5 Tonnen in Österreich gestellt. In einem europaweiten Vergabeverfahren sicherte sich die ASFINAG die Dienste von Kapsch TrafficCom und T-Systems Austria für die GO Maut 2.0.

Die ASFINAG hat bei der Vergabe klare und objektive Kriterien aufgestellt, die eine zeitgemäße Mauttechnologie erfüllen muss. Mit einem transparenten Vergabeverfahren sichern wir die Qualität und gleichzeitig die besten wirtschaftlichen Konditionen für das Lkw-Mautsystem der Zukunft.

Ein Straßenbetreiber mit stabilen Erträgen und einem top Mautsystem ist ein gutes Investment. Die ASFINAG ist ein zuverlässiger Partner für die heimische Wirtschaft und wird den individuellen Mobilitätsansprüchen der Kundinnen und Kunden gerecht. Wir sorgen für mehr Sicherheit und Qualität im Autobahnnetz und achten gleichzeitig auf einen sorgsamen und jederzeit effizienten wirtschaftlichen Kurs.

Dr. Klaus Schierhackl

Vorstand der ASFINAG

40 Millionen Euro an EU-Förderungen für ASFINAG Projekte

Die ASFINAG hat sich als verlässlicher und zukunftsweisender Partner auf EU-Ebene etabliert. Das beweisen nicht zuletzt die erfolgreichen Abschlüsse von EU-Förderungen für den Ausbau der A 5 Nord/Weinviertel Autobahn und des Karawankentunnels sowie für die weitere Ausrollung intelligenter Verkehrssysteme. Im Jahr 2016 wurde diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben. So konnte die ASFINAG im Rahmen des Förderprogramms „Connecting Europe Facility – CEF“ der Europäischen Union folgende Zuschüsse lukrieren:

  • über drei Millionen Euro für den Ausbau sicherer Lkw-Stellplätze und für ein Lkw-Stellplatz-Informationssystem in Österreich und Bayern
  • 9,1 Millionen Euro für die Umsetzung kooperativer Verkehrssysteme („C-Roads Austria“)

Das gemeinsame Ziel all dieser Projekte ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und durch den Einsatz neuester Technologien auch den Service für unsere Kundinnen und Kunden auszubauen. In den nächsten Jahren wird die finanzielle Unterstützung der EU für Projekte der ASFINAG rund 40 Millionen Euro betragen.

> Weitere Informationen

Unsere Projekte sind federführend und werden auch in Brüssel mit großem Wohlwollen aufgenommen. Die Förderungen zeigen, welch hohen Stellenwert diese Vorhaben im europäischen Vergleich haben.

DI (FH) René Moser, MBA

Geschäftsführer ASFINAG Commercial Services GmbH

Vernetzt auf europäischer Ebene:

das Bezahlen der Maut über die Grenzen hinweg vereinfachen

Das Bezahlen der Lkw-Maut zu vereinfachen, und das gleich grenzenlos: Das ist das Ziel des Europäischen Elektronischen Mautdienstes, kurz EETS genannt. Die ASFINAG gehört hier zu den Vorreitern und spielt bei den weiteren Entwicklungen eine zentrale Rolle. Im Rahmen der „EETS Facilitation Platform“ stellt die ASFINAG das Generalsekretariat im Verbund aller beteiligten europäischen Mautbetreiber. Zentrales Anliegen: die Einführung von Möglichkeiten, die Maut nur mit einem On-Board-Gerät und einem Vertrag in mehreren Ländern zu bezahlen. 2016 ist man diesem Ziel einen wesentlichen Schritt näher gekommen. Der italienische Mautanbieter Telepass ist der erste EETS-Provider aus eine Gruppe von insgesamt sechs Providern, dessen Systeme auch mit dem österreichischen GO-Maut-System kompatibel sind. Das bedeutet: Es entfällt die Anschaffung der österreichischen GO-Box. Seit Februar 2017 ist die Telepass-Box auch in Österreich gültig.

> Weitere Informationen

Mit Interoperabilität setzen wir auf größtmöglichen Kundenservice, keine bürokratischen Hürden bei der Abrechnung und simple Handhabung – keine Grenzen beim Bezahlen der Maut in Europa eben.

Dr. Hubert Resch

Geschäftsführer ASFINAG European Toll Service GmbH

Nutzerfreundliches Vergabeportal PROVIA weiterentwickelt

Bereits 2015 brachten die ÖBB und die ASFINAG mit PROVIA eine nutzerfreundliche Plattform für eine möglichst einfache Abwicklung von Vergabeverfahren online. Die Vorteile: hohe Qualität, transparente Abläufe, und das bei höchster Rechtssicherheit. 2016 entwickelten die ASFINAG und die ÖBB PROVIA weiter. So ist es jetzt bereits während der Angebotsfrist für Bieter möglich, mit anderen Unternehmen eine Bietergemeinschaft zu bilden. Die Kommunikation zwischen den Partnern bis hin zum rechtsverbindlichen Signieren ist in PROVIA einfach und sicher durchführbar. Alle Bieter, auch die Mitglieder einer Bietergemeinschaft, können sich laufend über den Stand eines Vergabeverfahrens informieren. Diese erweiterte Struktur in der Plattform spart wertvolle Zeit, alle Aktivitäten werden protokolliert und sind daher für alle Beteiligten vollkommen nachvollziehbar.

Design auf höchstem Niveau und trotzdem wirtschaftlich:

Architekturpreis für Autobahnmeisterei Liefering

Die Autobahnmeisterei Liefering wurde im Rahmen der Gestaltungsinitiative für eine schönere Autobahn umgesetzt. Für das mitten in Salzburg gelegene Gebäude ist eine wirtschaftliche und zugleich optisch ansprechende Umsetzung gelungen. Das würdigte auch das Land Salzburg, das der ASFINAG als Bauherrn 2016 den renommierten Landes-Architekturpreis verlieh.

Think local – act global:

Wir stellen unser Know-how auf internationaler Ebene zur Verfügung

Eine Vernetzung auf europäischer Ebene ist wichtig, um Entwicklungen und Trends am Markt zu erkennen. DIE ASFINAG verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen Bau, Betrieb und Maut und stellt diese Erfahrung auch im Rahmen internationaler Beratungsprojekte zur Verfügung. So kann die ASFINAG Commercial Services auf mehr als 50 Expertinnen und Experten zurückgreifen. Als verlässlicher Partner im Rahmen von Beratungen hat das Unternehmen 2016 Know-how Kunden in Mazedonien, Slowenien und Ungarn, im Rahmen von zwei Projekten in Rumänien sowie von mehreren Projekten in Österreich zur Verfügung gestellt.

> Weitere Informationen

Wir treten auf dem europäischen Markt als zuverlässiger Partner auf. Unsere Strategie ist, wertvolles Know-how zur Verfügung zu stellen. Das kommt uns auch bei unseren ureigensten Aufgaben in Österreich zugute.

Dr. Anton Sieber

Geschäftsführer ASFINAG Commercial Services GmbH

Mit der Digitalisierung voll im Trend:

effizienter, schneller und sicherer im ASFINAG Arbeitsalltag

600 Softwareprodukte machen den Arbeitsalltag in der ASFINAG effizienter und einfacher. Die Digitalisierung spielt schon seit Längerem eine zentrale Rolle: Die Palette reicht vom „Geografischen Informationssystem“ (GIS) über die Vergabeplattform PROVIA bis zu modernen Kundenanwendungen wie der ASFINAG App oder der Anzeige von Reisezeitverlusten an den Grenzen.

Ein Beispiel für viele: Über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen bereits die Vorteile des digitalen Arbeitsscheines. Bislang bedeutete die Erfassung von Arbeitszeit und Betriebsmittel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen enormen Zeitaufwand und viel Papierkram. Das ist vorbei, denn mit mobilen Endgeräten werden die Daten sicher und schnell erfasst.

Die Vernetzung unserer Straßendienstfahrzeuge ermöglicht eine zeitgemäße, effektive Einsatzsteuerung. Und beim Management von Ereignissen oder Unfällen ist die Unterstützung durch ein digitales System nicht mehr wegzudenken – etwa wenn es um einen aktuellen Überblick über das Verkehrsgeschehen geht. Basis für alle diese Services sind ein leistungsfähiges Netzwerk, umfangreiche weitverbreitete Sensoriken und zeitgemäße IT-Systeme, die laufend überwacht und verbessert werden.