Geschäftsbericht 2015

Mit integriertem Nachhaltigkeitsbericht

Kunden

An 365 Tagen mit vollem Einsatz für die Kundinnen und Kunden

Das beste Straßennetz, der bestmögliche Service und rund um die Uhr maßgeschneiderte Verkehrsinformationen: Für die ASFINAG stehen die Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden ganz klar an erster Stelle.

Highlights 2015: Reisezeitinformationen in Echtzeit, eine gemeinsame Verkehrsauskunft für Straße, Zug, Bus und Bim, maximale Benutzerfreundlichkeit bei der Mautabwicklung und zeitsparende Innovationen bei großen Bauprojekten.

Bei der Kundenbefragung 2015 gaben 94 von 100 Kundinnen und Kunden an, dass sie mit den Leistungen der ASFINAG sehr zufrieden oder zufrieden sind. Ehrgeiziges Ziel: Mit dem Projekt „ASFINAG-Fahrer-Blick“ will es das Unternehmen schaffen, die Kundinnen und Kunden mit seinen Leistungen nicht bloß zufriedenzustellen, sondern sogar zu begeistern.

Die Kundinnen und Kunden mit dem ASFINAG-Fahrer-Blick (AFB) begeistern

2015 hat die ASFINAG ein ehrgeiziges Projekt gestartet: den ASFINAG-Fahrer-Blick (AFB). Ausgangspunkt: Wie kann es der ASFINAG gelingen, ihre Kundinnen und Kunden mit den Leistungen nicht bloß zufriedenzustellen, sondern sie sogar zu begeistern? Dazu wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, Ideen, Vorschläge und Verbesserungsmaßnahmen zu nennen. Das Ergebnis: 300 AFB-Ideen von A wie Anrainerinformationen bis Z wie Zusammenarbeit. Elf dieser Ideen werden in den kommenden beiden Jahren umgesetzt. Die Palette reicht dabei von verbesserten Informationen über freie Lkw-Stellplätze, ein modernes Baustellenleitsystem und eine optimierte Beschilderung der Mautstellen bis hin zu einem neuen ASFINAG Onlineangebot für alle Kundinnen und Kunden.

„Dass unsere Kundinnen und Kunden mit unseren Leistungen sehr zufrieden sind, zeigt uns die jährliche Befragung, und darauf sind wir auch stolz. Mit dem ASFINAG-Fahrer-Blick wollen wir jetzt noch einen großen Schritt weitergehen. Wir wollen die Kundinnen und Kunden nicht ‚nur‘ zufriedenstellen, sondern wir wollen sie begeistern. Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben, aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können.“

DI Alois Schedl

Vorstand der ASFINAG

DI Alois Schedl

Punktgenaue und stets aktuelle Reisezeitinformationen

Als ein Highlight der ASFINAG Verkehrsinformation wurden 2015 Prototypen zu Reise- und Grenzwartezeiten umgesetzt. Im Streckenverlauf der A 4 Ost Autobahn im Bereich Knoten Prater bis Flughafen Wien berechnen mehrere Kamerasysteme und eine neuartige Software die durchschnittliche Reisezeit der Fahrzeuge. Die benötigte Reisezeit wird auf elektronischen Informationstafeln, mittels der ASFINAG App „Unterwegs“, auf asfinag.at, über die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) und auch auf der Homepage des Flughafens Wien angezeigt.

Ähnliche Systeme informieren seit Dezember 2015 auch über Zeitverluste durch Kontrollen an den Grenzübergängen Walserberg (A 1 West Autobahn) und Kiefersfelden (A 12 Inntal Autobahn).

„Unser Ziel ist ein ständig verbesserter Service zur optimalen Fahrzeit- und Fahrtroutenplanung. Services wie die Anzeige des Fahrtzeitverlustes an den Grenzen zeigen, dass wir uns rasch auf neue Gegebenheiten einstellen, um für unsere Kundinnen und Kunden die aktuellen Verkehrsinformationen bieten zu können. Im vorliegenden Fall sogar in Echtzeit – schneller geht es einfach nicht.“

Christian Ebner, BA

Abteilungsleiter Verkehrsmanagement ASFINAG Service GmbH

Christian Ebner

ASFINAG App: noch schnellere Informationen am Tablet und Smartphone

Mehr als 300.000 Kundinnen und Kunden nutzen mittlerweile die Angebote der ASFINAG App „Unterwegs“. Die ASFINAG hat daher ihre App 2015 für den individuellen Gebrauch weiterentwickelt. Kundinnen und Kunden können erstmals „ihre persönlichen Strecken“ in der App hinterlegen. Die ASFINAG informiert dann in Echtzeit über SMS, sobald es auf dieser Strecke eine Verkehrsbehinderung gibt. Ebenfalls neu: ein eigener Ökologie-Indikator – die App zeigt nicht nur das schnellste, sondern auch das umweltfreundlichste Verkehrsmittel an.

Link auf App „Unterwegs“

Screenshot der ASFINAG-App

„Gutes Werkzeug bedeutet halbe Arbeit und weniger Kosten. Die Kundinnen und Kunden und ihre Anliegen sind in unserem Fokus, wenn wir Technologie einsetzen: Eine ständig weiterentwickelte App bietet zum Beispiel schnellere und individuelle Informationen für die Autofahrerinnen und Autofahrer. Zusätzlich verdoppeln wir die öffentlichen Webcams für noch schnellere und verbesserte Verkehrsinformationen.“

Ing. Mag. Bernd Datler

Technischer Geschäftsführer ASFINAG Maut Service GmbH

Ing. Mag. Bernd Datler

Customer Care: Die ASFINAG setzt verstärkt auf persönliche Kundengespräche

2015 setzte die ASFINAG neben der bewährten telefonischen und schriftlichen Kundenbetreuung verstärkt auf persönliche Gespräche und Beratung. Die KundenbetreuerInnen besuchen Unternehmen in ganz Österreich und in angrenzenden Ländern und informieren GO-Kundinnen und -Kunden über nützliche Services. Ziel dabei ist es, allfällige Schwierigkeiten bei der Mautabbuchung von Anfang an gar nicht erst aufkommen zu lassen.

2015 haben die KundenbetreuerInnen rund 1.000 persönliche Gespräche geführt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt war, im Rahmen von Fachmessen und Veranstaltungen, wie etwa der „transport logistic“ in München, umfassend über die GO-Maut zu informieren.

„Wir können die Zukunft des Verkehrs zwar nicht vorhersehen, aber bereits jetzt aktiv für den Service, die Sicherheit und die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden sorgen. Als kundenfinanziertes Unternehmen setzen wir die Mauterlöse für Maßnahmen zu mehr Sicherheit und weniger Staus ein.“

Mag.a Gabriele Lutter

Kaufmännische Geschäftsführerin ASFINAG Maut Service GmbH

Mag. Gabriele Lutter

ASFINAG Webcams sind die beliebtesten Verkehrsinformationen bei unseren Kundinnen und Kunden

Im Jahr 2015 waren Webcams mit insgesamt über 500 Millionen Zugriffen die am meisten nachgefragten Inhalte in den Verkehrsinformationsdiensten. Deswegen baut die ASFINAG das Angebot der öffentlichen Webcams seit dem Jahr 2015 massiv aus. Von derzeit 650 Kameras steigt das Angebot bis Ende 2016 auf knapp 1.200. Denn mit Webcams machen sich die Autofahrerinnen und Autofahrer selbst ein Bild vom Verkehrsgeschehen vor Ort – jederzeit möglich via ASFINAG App oder Homepage. Über 300 Millionen Einzelbilder werden so pro Monat von den öffentlichen Webcams geliefert.

Kamera

„Mehr Verkehrssicherheit, eine optimale Planung bei Behinderungen und eine Übersicht über die Witterungsverhältnisse auf den Strecken – die Livebilder sind aus der Verkehrsinformation nicht mehr wegzudenken, die Webcams werden daher immer beliebter.“

DI Manfred Harrer

Abteilungsleiter Telematische Dienste ASFINAG Maut Service GmbH

Manfred Harrer

Verkehrsauskunft Österreich (VAO): EINE einzige Informationsplattform für ALLE Verkehrsmittel

Auto, Zug, Bus, Straßenbahn oder doch lieber das Fahrrad? Seit 2013 liefert die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) als einzige Plattform die stets aktuellen Informationen für alle Verkehrsmittel. Seit 22. Oktober 2015 gibt es dafür eine eigene VAO GmbH. Die Beteiligten: das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), die ASFINAG, die ÖBB-Holding AG, die ARGE ÖVV (Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsverbund-Organisationsgesellschaften) und der ÖAMTC.

Ziel des Unternehmens ist es, weiterhin qualitativ hochwertige Informationen zu Fahrplänen, zur aktuellen Verkehrslage und auch Prognosen in Echtzeit zur Verfügung stellen.

Der Erfolg kann sich sehen lassen: Aktuell werden im Monat 2,4 Millionen Routen über die VAO abgefragt.

Erleichterung für Pendlerinnen und Pendler: Park-and-drive-Offensive für Oberösterreich

Fahrgemeinschaften als eine Möglichkeit der Vermeidung von Staus – diesen Weg gehen die ASFINAG und das Land Oberösterreich mit dem Bau von Park-and-drive-Anlagen. Dafür werden aktuell neun Standorte mit rund 500 Stellplätzen bei Autobahn-Anschlussstellen in Oberösterreich errichtet.

Parkplatz

Lkw-Stellplatz-Informationssystem: mit moderner Technik rasch zu freien Parkplätzen an der Autobahn

Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer sollen entlang der Autobahn komfortabel rasten können, ohne lange nach freien Parkplätzen suchen zu müssen und dadurch vielleicht sogar die Fahrzeit zu überschreiten: Das Lkw-Stellplatz-Informationssystem der ASFINAG, das im Osten Österreichs bereits seit 2010 erfolgreich im Einsatz ist, wurde 2015 erstmals auch in Tirol eingesetzt. Über ihre Verkehrsbeeinflussungsanlagen zeigt die ASFINAG den Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern direkt auf der Straße an, wie weit der nächste freie Parkplatz entfernt ist.

Link auf Lkw Stellplatzinfo

LKW-Stellplatz

Mit Ökostrom zu noch mehr Ruhe und besserer Luft: elektrischer Betrieb von Lkw-Kühlaggregaten am Parkplatz Vomp in Tirol

Für Fahrerinnen und Fahrer von Kühlgut- und Gefriertransporten gibt es mit einem Pilotprojekt am Parkplatz Vomp ein neues Angebot. Die ASFINAG und die TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG) errichteten im Dezember 2015 Anlagen, die in Zukunft die Kühlaggregate der Lkw während der Pausen am Parkplatz mit Ökostrom direkt aus der Steckdose versorgen. Die Vorteile: Die Fahrerinnen und Fahrer können die Kühlaggregate mit Strom betreiben und müssen den Motor während der Pause nicht laufen lassen.

„Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: mehr Ruhe für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer während der Pausen, umweltschonende Energieversorgung mit Ökostrom statt Dieselaggregaten und weniger Lärm für Anrainerinnen und Anrainer. Dieses Pilotprojekt hat viel Potenzial.“

DI (FH) Klaus Gspan

Konzeptive Planung ASFINAG Alpenstraßen GmbH

Klaus Gspan

ASFINAG IT auf dem ISO-Prüfstand: Topqualität

Verkehrsinformationen, Mautabbuchung, Videosysteme und die ASFINAG App „Unterwegs“: Die Informationstechnologie ist ein wichtiger Eckpfeiler der Services der ASFINAG. Die ASFINAG hat ihren IT-Service im Rahmen der ISO-20.000-Zertifizierung extern prüfen lassen. Das Ergebnis: Auch im digitalen Bereich ist die ASFINAG auf höchstem Niveau unterwegs.

Maut und Vignette: mit Topkundenservice fit für die Zukunft

Die ASFINAG plant derzeit eine digitale Ergänzung zur seit 1997 bestehenden Klebevignette. Diese digitale Vignette soll an das Kennzeichen gebunden sein und jederzeit und an jedem Ort bequem online oder über eine Smartphone-App gelöst werden können. Wichtig: Dabei soll die digitale Vignette die Klebevignette nicht ablösen, sondern ergänzen. Preislich soll es keinen Unterschied zwischen digitaler Vignette und Klebevignette geben. Die Einhaltung der Datensicherheit bei der Einführung des neuen Produkts hat höchste Priorität. Derzeit erfolgt die intensive rechtliche Abklärung dieses ASFINAG Vorhabens.

Mit der Videomaut ohne Stopps durch die Mautstelle

Knapp die Hälfte aller Fahrten durch die insgesamt sechs Mautstellen werden bereits mittels Videomaut bestritten – 2015 waren das mehr als 800.000 Fahrten. Die Vorteile für die Kundinnen und Kunden liegen auf der Hand: kein Anhalten, keine Kleingeldsuche und eine unkomplizierte Abwicklung. Damit die Kundinnen und Kunden ihr Videomautticket auch dann rasch und unkompliziert lösen können, wenn gerade kein Tablet oder Smartphone zur Hand ist, hat die ASFINAG 2015 zusätzliche Videomaut-Automaten errichtet: in Tirol am Rastplatz Münster-Nord auf der A 12 Inntal Autobahn und bei der Tankstelle an der Raststation Brennersee auf der A 13 Brenner Autobahn sowie in Vorarlberg beim Grenzübergang Hörbranz.

Darüber hinaus hat die ASFINAG 2015 an der größten Mautstelle Österreichs in Schönberg eine zweite Solo-Videomautspur errichtet. Das bedeutet mehr Kapazität und weniger Wartezeit für die Kundinnen und Kunden.

Link auf Sonder- und Videomaut

Mautstelle

„Die Videomaut-Automaten sind der Vor-Ort-Service für Kurzentschlossene. An den Automaten kann mit wenigen Bedienungsschritten die Videomaut gelöst werden, auch wenn man schon unterwegs ist und kein Smartphone oder Tablet zur Hand hat.“

Stefan Zangerle

Mautstellenleiter St. Jakob & Schönberg ASFINAG Maut Service GmbH

Stefan Zangerle

Noch mehr Service für GO-Maut-Kundinnen und -Kunden

Im GO-Maut-System der ASFINAG sind derzeit knapp 600.000 GO-Boxen aktiv. Damit bei der Abrechnung alles klappt und das Handling möglichst einfach und schnell funktioniert, entwickelt die ASFINAG die GO-Maut ständig weiter. So verlängerte die ASFINAG 2015 etwa die Nachweisfrist für die EURO-Emissionsklassen von 14 auf 28 Kalendertage. Zusätzlich wurden in der App Verbesserungen umgesetzt, damit die Unterlagen für diesen Nachweis auch via Tablet oder Smartphone übermittelt werden können. Das Ziel dabei: noch mehr Zeitersparnis und weniger formale Hürden.

GO-Box

2015: Schritt nach vorne für die Maut ohne Grenzen

Mit einem einzigen Vertrag bei einem einzigen Anbieter und mit nur einem Gerät die Lkw- und Bus-Maut einfach und unkompliziert in allen EU-Ländern zu bezahlen: Das ist das Ziel, das die ASFINAG mit dem Projekt EETS („European Electronic Toll Service“) verfolgt. Kein langwieriges Umstellen der Systeme mehr oder viele verschiedene Abrechnungen bei unterschiedlichen Anbietern: Die Maut zu bezahlen soll für Busfahrerinnen und -fahrer sowie für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer noch einfacher werden.

Dass das bereits Realität ist, zeigen die Services TOLL2GO (zwischen Deutschland und Österreich) und GO International (zwischen Österreich, Norwegen, Dänemark und Schweden). Allein über 100.000 Kundinnen und Kunden nutzten bis Ende 2015 TOLL2GO, somit ist es das derzeit größte grenzüberschreitende Mautprojekt Europas.

Mit EETS will die ASFINAG im Sinne der Europäischen Kommission dieses Angebot auf alle EU-Länder ausweiten. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts REETS („Regional European Electronic Toll Service“), im Rahmen dessen auf regionaler Ebene die Rahmenbedingungen für eine möglichst einfache Bemautung in allen EU-Ländern geschaffen wurde, gelang 2015 ein wesentlicher Schritt nach vorne. Erste Verträge mit europäischen Serviceprovidern wurden bereits 2015 abgeschlossen. Ein wesentlicher Schritt zur Implementierung der Systeme, die im Echtbetrieb 2016 in Österreich getestet werden sollen, wurde getan.

Link zu EETS Maut ohne Grenzen

LKW

„Mobilität und Verkehr machen an unseren Grenzen nicht halt. Bei der Lkw-Maut haben wir deswegen keine Scheuklappen auf und sorgen dafür, dass unsere Kundinnen und Kunden die Maut rasch, komfortabel und möglichst einfach bezahlen können. Wir machen die Maut europafit.“

Dr. Hubert Resch

Geschäftsführer ASFINAG European Toll Service GmbH

Hubert Resch