Geschäftsbericht 2014

Mit integriertem Nachhaltigkeitsbericht

Nachhaltigkeit

Dafür steht die ASFINAG

Als verantwortungsvoller Infrastrukturbetreiber bekennt sich die ASFINAG ganz klar zur Nachhaltigkeit. Entscheidend für die ASFINAG ist es dabei, nicht nur ökologischen Anforderungen gerecht zu werden, sondern auch den gesellschaftlichen und vor allem den wirtschaftlichen. Für die ASFINAG gilt: Wir bauen das, was die Menschen und der Wirtschaftsstandort brauchen – und was wir uns leisten können. Für die ASFINAG stehen die Interessen ihrer Kunden genauso im Mittelpunkt, wie jene der Anrainer und ganz besonders auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

„Wenn ich einmal den Führerschein habe, wird mein Auto wahrscheinlich mit Sonnenenergie fahren und von selbst lenken. Aber Autobahnen werden wir dann noch immer brauchen.“ Lisa Bauer, 11 Jahre alt

Eine klare Mission für nachhaltiges Agieren

In der ASFINAG Mission ist festgelegt, dass „wir im Einklang mit unserer wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung arbeiten und daran unsere Entscheidungen und Handlungen ausrichten“. Um dieses Ziel konsequent zu verfolgen, hat die ASFINAG die Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert und organisatorisch entsprechend verankert. So engagiert sich die ASFINAG etwa beim „United Nations Global Compact“ und bekennt sich damit zu

zehn dort definierten Prinzipien in den Bereichen Menschenrecht, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Antikorruption. Weiters ist die ASFINAG Mitglied bei „respACT“ (Austrian business council for sustainable development) – einem Verein, der die Mitgliedsunternehmen dabei unterstützt, ökologische und soziale Ziele ökonomisch und eigenverantwortlich zu erreichen.

(Link auf Mission Nachhaltigkeit)

So setzt die ASFINAG Nachhaltigkeit um

Mitarbeiter

Die ASFINAG Mitarbeiter zeichnet Verantwortungsbewusstsein, Kompetenz und Engagement aus. Die ASFINAG unterstützt den Wissensaustausch und das Lernen von- und miteinander, setzt Maßnahmen zur Risikominimierung am Arbeitsplatz und fördert ständige Aus- und Weiterbildung. Vor einigen Jahren wurde in der ASFINAG ein Anti-Korruptionssystem eingerichtet, mit dem Ziel, transparente Strukturen und klare Zuständigkeiten zu schaffen. Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Image der ASFINAG stellen dabei die zentralen Anliegen dar.

Verkehrsteilnehmer

Die ASFINAG verbessert laufend die Serviceangebote und bietet aktuelle, mobil verfügbare Informationen über die Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich. Ziel ist eine hohe Streckenverfügbarkeit und eine hohe Verkehrssicherheit. Die ASFINAG ist bestrebt, bedarfsgerecht eine moderne und gesellschaftsverträgliche Mobilität für jeden Einzelnen zur Verfügung zu stellen. Die ASFINAG nimmt die Anliegen der Anrainer ernst und beteiligt sie an einem transparenten Planungsprozess.

Öffentlichkeit und Umwelt

Den zukünftigen Entwicklungen durch sich wandelnde Mobilitätsansprüche in der Gesellschaft steht die ASFINAG besonders aufgeschlossen gegenüber. Sie stellt sich Themen wie Klimaerwärmung, CO2-Ausstoß, Gewässerschutz und Luftreinhaltung – sowohl im Rahmen von Bauprojekten als auch im fachlichen Diskurs mit Öffentlichkeit und Wissenschaft sowie bei der Mitwirkung an innovativen Forschungsprojekten.

(Link auf Nachhaltigkeit)

„Wir wissen heute noch nicht, ob das Auto von morgen mit Strom oder Gas angetrieben wird oder ab wann es selbst lenken kann. Als kundenfinanziertes Unternehmen können wir Ihnen aber garantieren, dass Sie mit der ASFINAG auch in Zukunft einen verlässlichen Partner haben, wenn es um Ihre Mobilität geht.“

Mag. Gabriele Lutter

Mag. Gabriele Lutter

Kaufmännische Geschäftsführerin ASFINAG Maut Service GmbH

Ressourcenschonender Mitteleinsatz bei Neubau und Erhaltung

Der Bau von Autobahnen und Schnellstraßen ist nur unter beträchtlichem Ressourceneinsatz und sichtbaren Eingriffen in die Umwelt und die Landschaft zu realisieren. Die ASFINAG ist sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst.

Daher werden beim Neubau von Straßen Projekte im Sinn eines vorsorgenden Umweltschutzes umgesetzt. Die ASFINAG setzt moderne und ressourcenschonende Baustoffe und Bauweisen ein. Bei Erneuerungen von Bauwerken wird viel Wert auf den Einsatz von Recyclingbaustoffen gelegt.

Der Schwerpunkt an thermischen Sanierungen liegt derzeit bei den insgesamt 43 Autobahnmeistereien der ASFINAG. Diese werden bis 2016 abgeschlossen sein. Auf diesem Weg wurden bereits seit 2008 etwa 14 Prozent der Heizenergie eingespart. Parallel wurden Heizanlagen mit fossilen Brennstoffen (insbesondere Ölheizungen) auf saubere Energieträger, wie z. B. Biomasseanlagen, umgerüstet.

Neubau

Wiederverwendung von GO-Boxen

Für die Mautabrechnung wird in Österreich ein GO-Box-System verwendet. Diese Datenübertragungsgeräte werden in Lkw und Bussen montiert und dienen der elektronischen Mautabbuchung. Tausende dieser Geräte werden nach dem Gebrauch von Kunden retourniert und von der ASFINAG technisch geprüft oder aufgerüstet und wiederverwendet.

Rund 50 Prozent des Jahresbedarfs von 200.000 Datenübertragungsgeräten können so wiederverwendet werden.

Go Boxen

Die ASFINAG macht ihre Tunnel „grüner“

Mit 80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr wird die Hälfte des gesamten Energiebedarfs der ASFINAG für den Tunnelbetrieb benötigt. Daher setzt die ASFINAG gerade im Bereich Tunnelanlagen auf alternative Projekte, wie etwa beim Plabutschtunnel in Graz.

Dort haben die ASFINAG Verantwortlichen folgende Schritte für alternative Energiegewinnung gesetzt:

  • Schritt 1: 300 m2 Kollektorfläche auf dem Tunnelvordach zur Nutzung der Sonnenenergie
  • Schritt 2: die Errichtung einer „Windkraftanlage der besonderen Art“

Diese Windkraftanlage wird mit dem von den Fahrzeugen im Tunnel verursachten Luftstrom betrieben und erzeugt so elektrische Energie. Die gesamte so beim Plabutschtunnel gewonnene Energie wird wieder direkt in den Tunnel eingespeist.

Autobahn

Tunnellicht aus der ASFINAG-eigenen grünen Steckdose

Strom aus der eigenen Steckdose – eine Idealvorstellung, die die ASFINAG an der S 16 Arlberg Schnellstraße in naher Zukunft umsetzen will. Und das noch dazu mit grünem Strom aus Wasserkraft. Vier Standorte wurden genauer unter die Lupe genommen, um ein Kleinwasserkraftwerk in direkter Nähe von Tunnel- und Galerieanlagen zu errichten. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie: Der Flirscher Tunnel bietet die besten Voraussetzungen dafür. „Wir können am Flirscher Tunnel die meisten Synergien erkennen. Der geplante Umbau des Tunnels in den Jahren 2016/2017 könnte für die nachfolgende Errichtung des Kraftwerks, des Neubaus des Maschinenhauses in der Nähe der Betriebsgebäude und für das Zusammenspiel von neuer

Druckwasserleitung und Löschwasserversorgung perfekt genutzt werden“, erklärt Dietmar Harbauer von der zuständigen Abteilung der ASG. Ziel dabei: Mit dem Kraftwerk kann Strom in der Größenordnung von knapp 400.000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugt werden. Genug, um die erforderliche Gesamtenergie des Tunnels mit eigener Stromversorgung abzudecken. Grüner Strom aus der eigenen Steckdose also für einen ASFINAG Tunnel. Bis zur Umsetzung müssen noch Untersuchungen wie Wassermessung oder behördliche Genehmigungen abgewartet werden. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zur stromautarken Versorgung. Wir bieten dann von sauberer Energie bis hin zur Tunnelsicherheit alles aus einer Hand“, bestätigt Harbauer.

Bestmöglicher Schutz von Mensch und Natur

Bei den Planungen von neuen Straßen wird der Schutz von Mensch und Natur von der ASFINAG großgeschrieben. Beim Bau der künftigen A 5 Nord Autobahn im Abschnitt Schrick bis Poysbrunn investiert die ASFINAG bei Gesamtkosten von 324 Millionen Euro für 25 Kilometer Autobahn alleine 81 Millionen Euro in Umwelt- und Anrainerschutzmaßnahmen.

Das sind 3,3 Millionen Euro Umweltschutzkosten pro Kilometer. Die Zahlen: 18 Gewässerschutzanlagen, 20 Wildquerungsmöglichkeiten, 11 Kleintier- und Amphibiendurchlässe, 7.300 Laufmeter Lärmschutzwälle, 18.450 Quadratmeter Lärmschutzwände, 109 Hektar ökologische Ausgleichsmaßnahmen und rund 50.000 Laufmeter Wildschutzzäune.

NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNG FÜR DAS JAHR 2014

Der vorliegende Geschäftsbericht mit integrierten Nachhaltigkeitsinformationen bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2014 und auf das Tätigkeitsgebiet der ASFINAG in Österreich. Die ASFINAG folgt in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung dem Berichtsrahmen der „Global Reporting Initiative (GRI)“. Der vorliegende Geschäfts-/Nachhaltigkeitsbericht der ASFINAG wird wieder ausschließlich digital veröffentlicht und ist mit den Inhalten des Internetauftritts der ASFINAG unter www.asfinag.at stark vernetzt. Die vollständige GRI-Tabelle und weiterführende Information zur Nachhaltigkeit finden Sie auf der Homepage der ASFINAG im Bereich „Verantwortung“.

(Link auf Zahlen zur Nachhaltigkeit)

„Das Thema Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren in der ASFINAG stark an Bedeutung gewonnen. Von der Planung über den Neubau bis zu unseren vielen Serviceleistungen wird Nachhaltigkeit von uns somit tagtäglich gelebt und umgesetzt.“

Thomas Steiner

DI Thomas Steiner

Nachhaltigkeitsbeauftragter der ASFINAG